KRITIKEN
Artikel in Applaus März 05 zum 25-jährigen Bandjubiläum. |
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Wechselreich im Sound, sauber in der Intonation Und tatsächlich ist es die wohl beste Band, die Dannerbauer je um sich versammelt hat, um seine weiträumigen Partituren zu verwirklichen. Lauter Topjazzer... Andrew Naughton, Stefan Zenker, Gerhard Gschlössl, Martin Kolb und Claus Raible. ... Höhepunkt des Abends war die ausgreifende Komposition "Porträt", die in ihrer Vielgestaltigkeit, ihren Stimmungswechseln und ihrer expressiven Intensität seine individuelle Sonderstellung im heutigen Jazz, fernab ausgefahrener Routine, am überzeugendsten bewies... |
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"Hommage an einen Ausnahmemusiker" Ursprünglich nur als Mitschnitt des Konzerts von Franz Dannerbauer im "Alten Kino Ebersberg" gedacht, das SZ-Kritiker Claus Regnault damals als "Sternstunde" bezeichnete, zeichnet Filmautor Heinz-Günter Weber ein Bild des eigenwilligen Musikers aus dem Bairer Winkel... es ist gelungen, dem Zuschauer die außergewöhnliche Stimmung bei diesem Konzert zu vermitteln und eine Harmonie mit Dannerbauers Musik zu bilden. |
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Es ist nicht nur musikalisches Herumexperimentieren, womit der Bassist Dannerbauer und seine Band sich wohltuend aus der Masse deutscher Jazzmusiker hervorheben. Vielmehr steht ihre Musik immer unter einem politischen oder biographischen Motto. "Covered Faces" (Anm.: 1989) widmet Dannerbauer bayrischen Politikern, jeder Titel wird kommentiert. Nicht zufällig sind die Eigenkompositionen deshalb emotionsgeladen, wechseln von melancholischen, glatten Melodien zu temperamentvoll wütenden Bläserimprovisationen, die immer wieder zum klaren Unisono zurückfinden. |
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Wenn jemand wie Franz Dannerbauer sich so eindeutig zur Musik von Charles Mingus bekennt, hat das nichts mit dem Revival eines bestimmten Jazz-Stiles zu tun. Das Werk des grossen Bassisten ist nicht deshalb bemerkenswert, weil es Swing und Bebop an die Grenze zum Freejazz führte. ... Und hier öffnet sich für Franz Dannerbauer eine Tür. Seine Gruppe „Music Liberation Unit" spielt nach Prinzipien, nach denen sich Mingus selbst Zeit seines Lebens gerichtet hat. (Süddeutsche Zeitung) |
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Man ahnt und behält recht. Hinter dem Titel „The Segregated Way", der zweiten LP von Franz Dannerbauers "Music Liberation Unit", verbirgt sich auch eine Botschaft, die der Bassist dem Hörer vermitteln möchte. Am eindrucksvollsten ist, wie Franz Dannerbauer einen auf seinen Weg hinführt. In „The Segregated Way Part I" taucht nach dem Klaviereinstieg auf seinem Bass eine harmonische Bewegung auf, die sich durch das ganze Stück zieht. Eine kleine Sekunde, die in den streng arrangierten Teilen dominiert und den dunklen, bedrohlichen Marschrhythmus unterstützt. In den fast konventionell swingenden Passagen tritt sie immer mehr zurück, um einer freundlichen, gelösten Stimmung zu weichen. Dannerbauer versucht in seinen Kompositionen nicht, die Gegensätze aus Trauer und Freude, Hell und Dunkel, fliessenden und marschähnlichen Metren zu verschmelzen, fast immer spürt man die Zäsur. (Jazz Podium) |
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Der Bassist Franz Dannerbauer, ein verdienter Musiker aus Bayern, hat mit seiner Gruppe "Music Liberation Unit" ein ausgesprochen wohlbalancierte Jazzplatte eingespielt. Es werden alle Register der dynamischen Gestaltung gezogen. Modern Jazz, bei dem harmonischer Wohlklang und Zugänglichkeit nicht mit Sicherheit verwechseln werden. (WOM) |
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Tenorist Michael Green spielt mit vollem, etwas trockenem Ton, glatter und mehr auf dem Beat, steigert sich bei „Memory of Charles Mingus" in dem nachempfundenen Dolphy-Mingus-Dialog zwischen Tenorsax und Bass aber zu ekstatischen Ausbrüchen. Mit einem Halbton-Ostinato des Basses geht dieser Dialog in ein Duett von Tenorsax und Flügelhorn über, in dem eine Artie Shaw's Nightmare erinnernde dämonische Stimmung entsteht. Ein Originalzitat von Mingus, „Hora Decubitus", führt zur Themenreprise. |
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„Cross in the Darkness" aus der gleichnamigen CD, mit der Franz Dannerbauer das 15-jährige Bestehen seiner "Music Liberation Unit" feiert, wirkt wie eine kleine Verbeugung vor Mingus „Tijuana Moods". Doch Franz Dannerbauer als bayrischen Mingus zu bezeichnen, griffe zu kurz. Wo der schwarze Amerikaner von Blues und Gospel durchtränkt ist, da zeigt sich Dannerbauer als weisser Europäer mit impressionistischer Palette und Marschreminiszenzen vom Kabarett. |
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